Organgymnastik nach Medau
Harmonie von Bewegung, Atmung und Wohlbefinden
Die Organgymnastik nach Medau ist eine sanfte, ganzheitliche Bewegungsmethode, die sich positiv auf die Funktion der inneren Organe, die Atmung und das gesamte körperliche Wohlbefinden auswirkt. Entwickelt wurde sie von Hinrich und Senta Medau gemeinsam mit dem Münchner Arzt Dr. med. Ludwig Schmitt. Ihr Ziel ist es, durch bewusste Bewegung, gezielte Dehnungen und eine aktive Atmung die Organe zu mobilisieren, den Stoffwechsel zu unterstützen und Verspannungen zu lösen – sowohl körperlich als auch emotional.

Bewegung, die von innen kommt
Diese besondere Form der Gymnastik hat sich einst aus der Rhythmischen Gymnastik entwickelt, wie sie an der Medau-Schule unterrichtet wurde. Die Begründer, Hinrich und Senta Medau, sowie der Münchner Arzt Dr. med. Ludwig Schmitt gingen davon aus, dass eine bewusste, vertiefte Atmung die Funktion der inneren Organe positiv beeinflussen kann. Nach heutigem Wissensstand ist die ursprüngliche Begrifflichkeit „Organ-Gymnastik“ im klassischen Sinne zwar nicht mehr haltbar, doch aufgrund ihrer langjährigen Etablierung als Alleinstellungsmerkmal der Medau-Gymnastik hat sich der Name erhalten. Zudem haben sowohl Erfahrungen als auch Untersuchungen bestätigt, dass die speziellen Bewegungs- und Atemübungen einen nachweislich positiven Einfluss auf den gesamten Organismus haben.
Die enge Verbindung von Atmung, Bewegung und Organfunktion
Die Organgymnastik basiert auf dem Zusammenspiel von Atmung, Bewegung und Organaktivität. Muskeln, Faszien, Organe und das Nervensystem stehen in einem ständigen Austausch miteinander. Durch gezielte Bewegungen, die mit dem Atemrhythmus kombiniert werden, wird die natürliche Mobilität der Bauchorgane gefördert, die Durchblutung gesteigert und das Zwerchfell aktiviert. Dies trägt dazu bei, Verspannungen zu lösen, die Organfunktion zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Faszienmobilisation: Faszien umhüllen nicht nur Muskeln und Gelenke, sondern auch die inneren Organe. Spannungen oder Verklebungen in diesen Bindegewebsstrukturen können sich daher auf den gesamten Organismus auswirken – von der Verdauung über die Atmung bis hin zur allgemeinen Beweglichkeit. Durch dynamische Dehnungen und sanfte Mobilisation des Rumpfes wird mehr Raum für die Organe geschaffen, sodass sie sich frei bewegen und optimal arbeiten können.
Die Hauptaspekte der Organgymnastik
Ein zentraler Bestandteil der Organgymnastik ist die bewusste Atmung, die weit mehr als nur den Gasaustausch in der Lunge beeinflusst. Tiefes, ruhiges Atmen aktiviert das Zwerchfell, unseren wichtigsten Atemmuskel, der gleichzeitig als eine Art innere Massage für die Bauchorgane fungiert. Mit jeder Einatmung senkt sich das Zwerchfell und übt sanften Druck auf die Organe aus, während es sich mit der Ausatmung wieder hebt und für eine entlastende Bewegung sorgt. Diese natürliche Pumpbewegung verbessert die Durchblutung, fördert den Stoffwechsel und unterstützt eine optimale Sauerstoffversorgung. Gleichzeitig hilft eine vertiefte Atmung, Spannungen zu lösen und den Körper in einen entspannten Zustand zu versetzen.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Organgymnastik ist die Faszienmobilisation. Faszien sind ein fein vernetztes Bindegewebe, das nicht nur Muskeln und Gelenke umhüllt, sondern auch die Organe einbettet und miteinander verbindet. Sind diese Strukturen verklebt oder verspannt, kann das zu Bewegungseinschränkungen, innerer Enge und sogar Verdauungsproblemen führen. Durch sanfte, dynamische Dehnungen und gezielte Bewegungen werden die Faszien geschmeidiger, Verklebungen gelöst und die Elastizität des Gewebes verbessert. Dadurch gewinnen die Organe an Bewegungsfreiheit, was sich positiv auf Verdauung, Atmung und das allgemeine Wohlbefinden auswirkt.
Bewegung und Haltung als Basis für langfristige Gesundheit
Die gezielte Mobilisation des Rumpfes spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Durch fließende Bewegungen wird mehr Platz für die inneren Organe geschaffen, wodurch sich ihre natürliche Funktion und Durchblutung verbessert. Viele Menschen leiden unter einem Druckgefühl im Bauchraum oder einer eingeschränkten Atmung, oft bedingt durch eine verspannte Körperhaltung oder mangelnde Beweglichkeit des Brustkorbs. Indem die Organe sanft in Bewegung gebracht werden, kann der Körper sich selbst besser regulieren und Beschwerden wie Engegefühle oder Verdauungsprobleme können gelindert werden.
Darüber hinaus fördert die Organgymnastik eine aufrechte, natürliche Haltung. Eine gute Haltung sorgt nicht nur für eine freie Atmung, sondern unterstützt auch die optimale Funktion der inneren Organe. Durch gezielte Übungen wird die Körperwahrnehmung geschult, sodass Fehlhaltungen bewusst erkannt und langfristig korrigiert werden können. Dies trägt dazu bei, Verspannungen vorzubeugen und den gesamten Bewegungsapparat effizienter arbeiten zu lassen.
Ein harmonischer Wechsel zwischen Spannung und Entspannung bildet schließlich die Grundlage für eine ganzheitliche Balance von Körper und Geist. Während die aktiven Phasen der Organgymnastik die Muskulatur kräftigen, die Atmung vertiefen und den Kreislauf anregen, ermöglichen bewusste Erholungsphasen eine tiefe Entspannung und Regeneration. Diese Kombination fördert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern wirkt sich auch positiv auf das emotionale Wohlbefinden aus.
Weshalb ist Organgymnastik sinnvoll?
Regelmäßige Organgymnastik kann:
- Die natürliche Organbeweglichkeit fördern und Verdauungsbeschwerden lindern
- Verklebte Faszien lösen und den gesamten Bewegungsapparat geschmeidiger machen
- Die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Organe verbessern
- Verspannungen und Blockaden im gesamten Körper lösen
- Die Selbstregulation des Körpers stärken und das Immunsystem unterstützen
- Die Haltung, das Körperbewusstsein und die Atmung verbessern
- Stress abbauen und zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit führen
Zielgruppe für Organgymnastik
Die Organgymnastik ist für alle geeignet, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden auf sanfte Weise fördern möchten. Besonders profitieren:
- Menschen mit stressbedingten Beschwerden wie innerer Unruhe, flacher Atmung oder Verdauungsproblemen
- Personen mit Rücken- oder Hüftbeschwerden, da die Organe indirekt über Bewegung entlastet werden
- Alle, die ihre Faszien geschmeidiger machen und ihre Beweglichkeit erhalten oder verbessern möchten
- Menschen, die eine sanfte Methode suchen, um sich mehr mit ihrem Körper zu verbinden
Mehr dazu erfahren Sie hier.
Organgymnastik in der Praxis in der Klenze
Wann? Jeden Donnerstag von 10:15 – 11:15 Uhr
Wo? Vor Ort in der Praxis oder online via Zoom
Teilnahmegebühr:
▪️ 5er-Karte: 80 €
▪️ 10er-Karte: 150 €
Erlebe, wie du mit bewusster Bewegung, gezielter Atmung und Faszienmobilisation dein körperliches und mentales Wohlbefinden steigern kannst!